Mittwoch, 2. März 2016
IWA 2016 - MORA mit neuen Messern!
Donnerstag, 25. Februar 2016
Mora Pathfinder - ein Freund auf allen Wegen?
Dienstag, 9. Dezember 2014
Das Voyageur Konzept
Einführung
Voyageurs waren die, meist französisch-stämmigen, Pelzhändler, die mit Entstehung der Hudson Bay oder North-West Trading Company im Kanada des 19ten Jahrhunderts das Bild der kanadischen Flüsse und Seen bestimmten - und halfen Kanada einen Platz auf den Landkarten Europas zu verschaffen! Ihre Arbeitstage mit den schweren und überlangen Kanadier Booten waren meist bis zu 14 Stunden lang. Sie drangen damit tief in die Wildnis Kanadas vor. Bei solchen Pionierleistungen war Hilfe von außerhalb nicht verfügbar und kleine Fehler, wie das Vergessen einer Streichholzschachtel konnte zum scheitern der Expedition oder sogar zum Tod der Teilnehmer führen. Das Konzept der Voyageurs war einfach, effektiv und hat auch heute nichts an Aktualität verloren.
Idee
Die Voyageurs begannen ihre Expeditionen vor Anbruch des Tages und paddelten bis Sonnenuntergang - mit einer Ausnahme: Am ersten Tag wurde das Lager schon nach 4-6h aufgeschlagen. Die Boote wurden entladen und jedes Ausrüstungsstück, egal ob benötigt oder nicht ausgepackt und, wenn auch nur kurz, genutzt. Stellte sich hier heraus dass ein Ausrüstungsstück fehlte, defekt war, dass Vorräte verdorben oder vergessen / nicht ausreichend gepackt waren, konnte ein Boot bemannt und zurück geschickt werden, um diese Lücken zu füllen. War diese Überprüfung abgeschlossen, starteten die Voyageurs auf ihre eigentliche Tour.
Ausführung
Dieses Konzept kann auch heute noch angewandt werden und bietet, gerade im Freizeit/Hobbybereich, einen nicht zu unterschätzten Nebeneffekt: In der "Testphase" kann sich der Körper an die Umgebung anpassen, akklimatisieren. Nach Beginn der Tour entfernt man sich von seinem Startpunkt (KFZ, Basislager, Unterkunft) maximal 3-4 Stunden und schlägt das Lager auf. Am Ausgangspunkt wird ein Set an ergänzender Ausrüstung deponiert, auf den zugegriffen werden kann. Werden beim Aufbau keine Versäumnisse offensichtlich, wird die Nacht an dieser Stelle verbracht, am nächsten Morgen wird das Resümee gezogen und entweder an der Ausrüstung nachgebessert oder die Aktion begonnen. Das Konzept kann an die Bedürfnisse der Aktion angepasst werden, als Beispiel soll eine Bergtour im alpinen Raum bei Bad Tölz, im deutsch-österreichischen Grenzgebiet dienen.
Ziel der Tour ist der Einstieg in den Staffelgraben sowie die Erkundung von Nebengräben und Tälern. Der Staffelgraben ist ein von mehreren Bächen gespeister Bachlauf der vor dem Sylvensteinspeicher auf deutscher Seite in die Isar mündet. Die Gruppe aus 3 Personen startet um 0900h am Morgen und quert die Isar am flussaufwärts gelegenen Damm und begibt sich zur Mündung des Staffelgrabens. Hier wird der erste Halt außerhalb des NSGs eingelegt. Da im Staffelgraben kaum Platz für Tarps und andere Unterkünfte vermutet wird und ein Zelten/Lagern nicht erlaubt ist, schlafen die 3 Personen auf offener Fläche. Nach der ersten Nacht, wird festgestellt, dass der Brennstoffbedarf falsch kalkuliert war und ein Gruppenmitglied die Nachttemperaturen in Verbindung mit dem starken Tau unterschätzt hatte. So wird aus dem KFZ weiterer Brennstoff sowie ein Windsack nachgeholt und die Tour kann beginnen. Zugleich hat sich die Gruppe an den Luftdruck der Region gewöhnen können und kann nun entspannt in den Graben einsteigen.
Das Depot
Mit der deponierten Ausrüstung steht und fällt die Effektivität des Konzeptes. Entgegen den Voyageurs ist heute nicht jede Siedlung mit einem Gemischtwarenladen gesegnet, der neben Vorräten auch Decken, Seile, Kletterausrüstung und Werkzeug führt. Als Faustregel kann man sagen, das das Depot all das zur Verfügung stellen muss, was auch die (stark komprimierten) Anforderungen an einen SurvivalKit sind, also
- Wasser / Hydration (z.B. Platipusflaschen, Wasserfilter)
- Feuer (z.B. Brennstoff, Feuerzeug, Zunder, Kocher)
- Unterstand / Schutz (z.B. Tarp, Windsack, evtl. Zelt)
- Verpflegung (z.B. Rationen, Kochgeschirr)
- Orientierung / Navigation (Kompass, GPS, Kopie der Karte, Lampen/Licht)
- Verbrauchsmittel (Akkus, Streichhölzer, Gas, etc)
- Reparaturmittel (z.B. Klebeband, Heissklebestifte, Flickzeug, Nähzeug))
- Spezialausrüstung (z.B. Klettergeschirre, Signalmittel, Optik)
- Medikamente / Erste Hilfe
Diese Mittel müssen nicht extravagant, ultraleicht und super modern sein, aber sie müssen ihren Zweck erfüllen. Sie können je nach Anwendung variieren, eine universell anwendbare Liste kann hier nicht erstellt werden.
Abschlussbetrachtung
Das Konzept ist sicher nicht ohne Aufwand und es ist auch leichter, alles redundant mitzuführen (leichter im Kontext Aufwand, nicht Gewicht), aber es gibt auch eine gewisse Sicherheit und erlaubt es, freier zu agieren, da man ja ein gewisses Fallback System hat. Auch, und das ist gerade beim Hobby wichtig, verringert es drastisch die Gefahr, dass die ganze Unternehmung wegen einem Showstopper, eventuell auch noch von einer einzigen Person verursacht, abgebrochen werden muss!
Bildquelle: Susquehanna Chapter - Wooden Canoe Heritage Association - http://susquehanna-wcha.net/
Donnerstag, 26. Juni 2014
Dedizierte Sets für dedizierte Probleme
Unlängst waren wir auf einer längeren Tour in den Alpen, wo ich einen neuen Rucksack (Fjällräven Helags40, Review kommt bald) mit hatte. In der Deckeltasche dieses Rucksack befand sich mein Medic Kit und ein wenig Kleinkram, Verbandspäckchen und Survivalkit waren in der Beintasche der Hose. Das brachte einige Fragen mit sich.
Da ich die Deckeltasche regelmäßig abkopple und daraus dann einen Daypack mache, war das mit häufigem Umpacken verbunden. An sich aber dumm, wenn der First Aid Kit dem Essen für ein kleines Scouting weichen muss. Daher habe ich etwas umgebaut.
Der erste Schritt, war den Medic Kit aufzusplitten, in Verband, Erste Hilfe mit Wundversorgung, klein und Medikamente. Die absolut wichtigsten Medikamente habe ich auch im Geldbeutel und Survivalkit. Daher wurde hier schon Platz gespart, da die Medikamente im Frontfach des Rucksacks verbleiben können, die Komponente Wundversorgung aber in der Deckeltasche bleibt. Der Forstverband ist sowieso immer am Mann.
Auch der Survivalkit wurde geteilt. Das Schutzpaket enthält 30m Bankline, eine Rettungsdecke und einen orangen Poncho aus Vinyl. Je nach Bedarf, passt es in die Hose, die Deckeltasche oder bleibt im Lager. Der Survivalkit wurde auf das nötigste entschlackt, die Komponenten an sich aber aufgerüstet. Eine Toologic Survivalcard ersetzt das kleine Neckknife, ein Silva Kompass den Knopfkompass. Anstelle von Tampon/Vaseline befinden sich zwei Tütchen mit FIREDRAGON Brandgel im Set. Und das Set für (gegen!) Dehydration wurde um eine ultrakompakte 500ml Wasserflasche erweitert, die bereits Wasserentkeimer und Elektrolytpulver enthält.
Abgerundet wird das ganze durch ein Fliegersichtzeichen, das gleichzeitig als Tasche für alle Komponenten dient.
Mittwoch, 14. Mai 2014
Gearmentalität – Du bist, was Du schleppst
Hallo zusammen, zum Start eine Frage: Was haben ein römischer Legionär am Hadrians Wall, ein Angelsächsischer Huscarl bei Hastings, ein Schütze der 95th Rifles bei Waterloo und ein Royal Marine in Helmand gemeinsam: Die Waffen haben sich weiterentwickelt, aber die Ausrüstung wiegt immer noch das selbe! Die größte Herausforderung moderner Ausrüstung ist nicht die Beschaffung der Ausrüstung, sondern der Transport. Durch geschickte Selektion kann man hier den Tücken aber ein Schnippchen schlagen.
Auswahl
Das wichtigste ist, Ausrüstung sinnvoll auszuwählen. Was aber ist sinnvoll? Ein Weg, den ich hier vorstellen möchte ist: Fokus auf Improvisation und beziehen von Ressourcen vor Ort. Was heißt das nun genau? Ganz einfach, das Ziel ist, möglichst viel der benötigten Ressourcen "on site" zu beziehen. Jeder hat sich schon mal Zeltstangen aus Holz gemacht oder Zelthaken geschnitzt. Aber auch die Maßnahme Wasser nicht von Deutschland nach Slowenien zu karren gehört dazu. Dazu gehört aber, die Ausrüstung richtig zu planen. Zum Beispiel habe ich, in Arealen wo die Landkarte Wasserläufe anzeigt, nur wenig Wasserflaschen, dafür aber einen Wasserfilter mit. Sich Handwerkzeug vor Ort zu machen (was sich zu 95% auf Holzarbeiten beschränkt), setzt gutes Werkzeug voraus. Ein kleines Schnitzmesser und eine Faltsäge ist hier besser geeignet als eine Machete. Die Fähigkeit Ausrüstung zu reparieren versetzt einen in die Lage, Ersatzausrüstung daheim zu lassen.
Dedizierte Ausrüstung
Ein weiterer Punkt, der immens wichtig ist: Ausrüstung MUSS auf die Situation zugeschnitten sein! Der Universalschlafsack für 4 Jahreszeiten (im Sommer bei 15° Tiefsttemperatur), das 1-4 Mann Kochgeschirr (auf der Tagestour), der Klappspaten (im Hochgebirge), sie alle machen das Paket schwer, und werden nicht gebraucht. Auch banale Sachen, wie Waschzeug lassen sich minimieren. Die Universalseife (für Kopf, Gesicht und Körper) kombiniert mit einem Microfaserhandtuch und einer kleinen Zahnbürste, mit einer kleinen Tube Zahncreme, anstelle dem schnellen Griff in den heimischen Spiegelschrank (und zu Badetuch und Rasierköfferchen) spart Platz. Ein Set aus Fleeceinlett, leichtem Schlafsack und gemäßigten Schafsack lässt sich mit einem Biwaksack zu allen Jahreszeiten kombinieren.
Fazit: Nehmt mit, was ihr WIRKLICH braucht, und nur das! Und die Ausrüstung muss fertig sein! Wenn zur Hose gegriffen wird, sollte der Riggersbelt schon dran sein, etc...
Umdenken beim planen und packen
Wichtig ist, sich davon zu lösen, das packen mit dem Gedanken "Was nehme ich mit" zu beginnen! Viel sinnvoller ist es, vorher zu überlegen wohin man geht und was auf einen zukommt. Die Packliste sollte also nicht so aussehen:
- US Tarp
- BW Schlafsack
- etc...
Da kommt wieder massig Kram mit, den man nicht braucht. Macht euch eine Bedarfsliste! Also klärt ein paar Tage vorher ab:
- Welches Wetter kann auf mich zukommen?
- Welche Ressourcen habe ich vor Ort?
- Was erwartet mich?
Dann macht eure Liste:
- Was trage ich an den Füssen?
- Welche Oberbekleidung nehme ich mit?
- Was brauche ich als Wetterschutz?
- Was trage ich auf dem Kopf wenn... (es regnet, kalt wird)?
- Worin schlafe ich, (was) brauche ich (als) Wetterschutz?
- Was esse ich, was brauche ich zur Zubereitung?
- etc...
Wenn ihr diese Liste fertig habt: Schaut durch, was davon redundant ist. Regenponcho und Tarp? Eins weg!
Und so macht ihr euer Gepäck und somit auch das Leben leichter!
Samstag, 5. April 2014
Licht an–Spot aus: MS 2000 Distress Marker
Hallo, ich möchte hier den MS 2000 Distress Marker vorstellen, ein Stroboskop-basiertes Notlicht mit einem Xenon Blitzer, entworfen für die US Armee. Der MS2000 wiegt 150g mit Batterien (2xAA), hat in etwa die Größe eines Outdoorhandys und kostet, je nach Quelle 60-120EUR. Das Gerät wird aktuell bei allen Teilen der US Streitkräfte eingesetzt und ersetzt u.a. der SDU5 der Vietnam-Era. Der Marker dient als Markierung bei Nacht, sowohl im sichtbaren Bereich als auch infraroten Bereich und wird sowohl zur Freund Feind Kennung als auch als Notsignal, zur Markierung von Landezonen oder Feuerzonen genutzt.
Das Gerät kann in 3 Modi betrieben werden:
Weisslicht, Nacht: Hier wird die schwarze IR Kappe zurückgeklappt, der Marker blitzt im Sekundentakt im 360° Bereich, dies kann durch das aufziehen des äußeren Tubus auf einen ca 25°-45° Winkel begrenzt werden.
IR, Nacht: Die schwarze IR Kappe wird aufgesetzt, der Marker blitzt nach wie vor im Sekundentakt auf 360°, der Blitz ist aber nur mit Restlichtverstärkern zu sehen.
Signallicht, Tag: Die IR Kappe wird abgesetzt und der äußere Tubus zurückgezogen. Dadurch schiebt sich ein blauer Filter vor das Stroboskop. Der Marker kann jetzt für Signale bei Tag genutzt werden, muss aber auf das Ziel gerichtet werden.
Das Gerät ist sehr robust, wasserdicht und arbeitet mit den üblichen Mignon (AA) Zellen. Als Sichtweiten gibt der Hersteller bis zu 12km bei Nacht und bis zu 2km bei Tag an.
Hersteller des Gerätes ist:
ACR Electronics, Inc.
5757 Ravenswood Road
Fort Lauderdale, Fl 33312
+1(954) 981-3333 • Fax +1 (954) 983-5087
http://www.acrelectronics.com
Email: info@acrelectronics.com
Dienstag, 25. März 2014
Das perfekte Messer – oder “Ein Messer ist besser als kein Messer!”
Das perfekte Messer werde ich euch auch nicht zeigen können. Sorry! Aber eventuell kann ich euch helfen, die Suche zu beschleunigen oder eurer Suche zu einem abrupten Halt verhelfen, wenn ihr merkt, dass Ihr gar nicht mehr suchen müsst? Denn in den Mythos Messer wird mehr interpretiert und investiert, als in alles andere im Hobby. Warum? Ich weiß es nicht - und es soll auch nicht das Thema sein!
Eine einfache Faustregel ist: "Das schlechteste Messer, ist das, das Du brauchst aber nicht hast, das beste Messer ist das, das Du hast, wenn Du es brauchst!". Oder kürzer ausgedrückt: "Ein Messer, ist besser als kein Messer!".
Wie wählt man nun das eine aus? Eigentlich ganz einfach, man nimmt es in die Hand. Will man es nicht mehr weg legen, ist die Chance gut, dass man damit glücklich wird. Natürlich gibt es auch nüchterne Faktoren, wie die Härtung, Stahlsorte, Rostanfälligkeit ja/nein, etc. Aber das ist auch bald wieder eine Glaubensfrage, denn der eine schwört auf (rostenden) Carbonstahl, der nächste auf (rostfreiene) SV30 und wieder der nächste findet generell alles mit Plastikgriffen doof, egal wie das Material verarbeitet ist! Die nüchternen Fakten beim Messerkauf werde ich demnächst thematisieren, für heute geht es aber nach wie vor um die Einstellung.
Das wichtigste ist, zu realisieren was ein Messer ist: Ein Schneidwerkzeug. Es ist keine Axt, keine Schaufel, kein Brecheisen und keine Lanzenspitze. Man kann sicher all diese Funktionen mit einem Messer, irgendwie, mehr schlecht als recht, substituieren, aber es ist nicht dafür gedacht. Haben wir das Messer auf seine Haupteigenschaft reduziert (Gott, was sind wir oberflächlich...), stellen wir fest, dass sich plötzlich viele Fragen nicht mehr stellen. Wir müssen nicht mehr bewerten ob das Messer hacken, graben oder hebeln kann, wie man es an einem Speerschaft befestigt, etc.
Ein weiteres Argument, was wir uns vor Augen führen müssen ist: Die Welt wurde mit Mora Messern und IKEA Metzgermessern erschlossen! Nein, ich bin nicht durchgeknallt. Über hunderte von Jahren waren Steckangelmesser (Messer, bei denen ein dünner, nagelartiger Ansatz an der Klinge zu ca 3/4 in einen Holz-oder-Horngriff getrieben wird) das gebräuchliche Werkzeug, teilweise sogar für wuchtige Hiebmesser. Selbst im letzten Jahrhundert wurden viele Forstwerkzeuge mit Steckangel realisiert. Die Fixierung auf Vollerlbauweise (der Ansatz der Klinge in den Griff folgt der Griff-Form auf voller Länge und Breite) ist ein eher moderner Ansatz. Und auch die sogenannten "Bowie Messer" entstanden aus den Trappermessern - billigen Fleischermessern der Hudson Bay Company - aus relativ weichem Stahl, der unzerstörbar, leicht zu schärfen und billig in der Herstellung war.
Diese offensichtliche Ignoranz gegenüber der Qualität der Messer, ihrer Bauweise und Auswahl der Materialien hat offensichtlich nicht zum Untergang der menschlichen Rasse geführt. Dann sollte es uns doch auch nicht zu sehr grämen, ob wir mit dem optimalen Schneidwerkzeug in die Natur ziehen. Es sollte wichtiger sein, dass wir mit (irgend-) einem Schneidwerkzeug IN DIE NATUR ziehen!
Samstag, 22. März 2014
McNett NiteStik - Passiver Leuchtstab
Hallo, heute möchte ich ein kleines “Helferlein” vorstellen, das mir seit vielen Jahren gute Dienste leistet – den NiteStick. Dieser Mini-Leuchtstab wird einfach im Tageslicht oder unter einer Lampe aufladen leuchtet dann bis zu maximal 12 Stunden - jeden Tag ohne Ressourcen und das bis zu 10 Jahre lang. Wurde wohl entwickelt für das Markieren und Kennzeichnen von Ausrüstung und persönlichen Dingen, und besonders nützlich für alles, was man in der Dunkelheit wiederfinden möchte. Ich verwende ihn z.b. zur Markierung meines Tarps, für die Sortierung des Medic Kits, aber auch als Bissanzeiger für Angelruten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Der NiteStick ist komplett wasserfest und kann sogar mit der Bekleidung gewaschen werden. Das Licht funktioniert am besten, wenn er sich bei hellem Tageslicht aufladen konnte, der Lichtschein reicht aus, um sein Lager auf 10m zu finden oder die Ziffern einer Uhr zu lesen. Dadurch, dass er wieder aufladbar ist und ohne Strom funktioniert, eine gute, Müllfreie, Alternative zu Mini Knicklichtern.
Maße: 10 x 50 mm
Bezugsquelle: www.begadi.com / www.amazon.de
Samstag, 15. März 2014
Survie en français – das Opinel Outdoor Messer
Übersicht:
- Art: Taschenmesser
- Material Klinge: 2,5 mm starker rostfreier Sandvik Stahl 12C27, arretierbar mit Virobloc System
- Griff: Polyamid/Fiberglas Kombination
- Heftlänge: 10,8 cm
- Klingenlänge: 8,2 cm
- Länge geöffnet: 19 cm
- Gewicht: 63 g
Im Anschluss findet ihr noch ein kurzes Video, das ich vor längerer Zeit zu dem Messer gemacht habe!
Freitag, 7. Februar 2014
Review / Langzeittest–Schlafsäcke von Alexika
nach langer Zeit der Abwesenheit schreibe ich mal wieder einen Artikel. Ich verwende, seit nun mehr 2 Jahren, Schlafsäcke der Firma Alexika, welche im Outdoorbereich relativ unbekannt sind, jedoch den Vergleich mit den bekannten Grössen aus Kärnten nicht scheuen müssen! Das hat auch die Bundeswehr erkannt und beschafft Zelte von Alexika für Sonderverbände. In meinem Fall geht es aber um die Schlafsäcke der Firma Alexika, besser gesagt um die Tengu Reihe.
Ich habe aktuell zwei Tengu Schlafsäcke im Gebrauch:
- den Mark 22 SB (abk. MK22), ein Schlafsack für Sommer/Herbst/Frühling mit 980g
- den Mark27 SB (abk. MK27), ein Winterschlafsack mit 1900g
- Mumienform, sehr schlank
- grosse YKK Zipper mit Schnelltrennung
- Füllung aus Primaloft Sport
- Wasserabweisende Aussenhaut (ca 1500-2000mm)
- aufgerautes Innenfutter aus texturiertem Nylon, sehr angenehm
- “Anti-Jam” Reissverschlussabdeckung
Einige Details heben die Tengu Schlafsäcke von anderen Marken ab. Die Primaloft Füllung ist äußerst widerstandsfähig, speichert nahezu keine Feuchtigkeit und lässt sich erstklassig komprimieren. Der besondere Clou ist aber die Außenhaut, die Alexika hier verbaut: Das silikonisierte Nylon ist wasserdicht und winddicht aber atmungsaktiv. Das hat zur Folge, dass man sich, bei Nutzung eines Tarps, einen Biwaksack sparen kann. Somit sind sowohl der MK22 als auch der MK27 in praktischer Relation leichter, als ihre Mitbewerber, die noch einen Extra Biwaksack benötigen. Ich hatte, bisher, keine Probleme mit Kondensfeuchte im Schlafsack oder Taunässe auf dem Schlafsack.
Es bleibt lediglich ein kleiner Wehmutstropfen: Die relativ hochpreisigen Schlafsäcke sind leider nur für schmälere Personen passend, durch die Konturform des Schlafsacks könnten Menschen mit breiteren Schultern Platzprobleme bekommen. Das ist jedoch jammern auf hohem Niveau, denn wenn man in den M22 oder MK27 passt, will man ihn nicht mehr hergeben.
Bildquelle / Copyright Text&Bild: Walter Ruf / 2012-2014
Montag, 26. August 2013
Nachtrag zu “Häresie am goldenen Kalb”
Was ich hier eigentlich herausstellen wollte, war der Kult, die Erhebung zum Ultima-Ratio, der Terz ums Messer, hinter dem alles andere, alle anderen Faktoren zurückstecken muss. Ich erlebe es immer wieder: Ein Messer darf auch mal 300 EUR kosten (unter 100EUR ist eh Popel), und bei einem 99 EUR Messer nimmt man gleich zwei, falls eines unscharf wird. Wenn dann aber ein gutes Tarp mal 60 EUR kosten soll, oder der Rucksack auch mal mit 300EUR+ aufs Täschel schlägt, tut es plötzlich auch der billig Rucksack aus dem Discounter und die Baumarktplane. Das wäre, in sich, nicht weiter erwähnenswert.
Die von mir, stark überzogen, persiflierte Spezies hat leider, zu ihrer einseitigen Präferenz, zudem ein überaus starkes Sendungsbewusstsein inne, das es nötigt, jedem Mora, Opinel- und Böker- Nutzer zu erklären, warum sein Messer voll doof, für die Wildnis ungeeignet und überhaupt eine Schande für die Gattung Klinge sei und ohne XY geht es ja sowieso nicht.
Und um das Fass dann vollends rund zu machen, ist ein Gros dieser sendungsbewussten Spezies dann regelmässig zur Stelle, um zu erklären das Rucksack XY viel zu teuer ist und Modell 47/11 von HullaBulla für 19,95 eh das selbe kann!
Eine Crux hat die Situation an sich, man kann sich, egal ob Schreibtischtäter oder Praxismensch, bei Messern angenehm zurücklegen und, auch ohne das Messer jeh in der Hand gehabt zu haben, mit Stahltabellen um sich werfen und so mit Fakten jede Diskussion niederknüppeln. Im Gegentum tut man sich schwer, Fasertabellen, Webartdiagramme und Newtonwerte für Nylon/Polyesterstoffe und Webband im Netz zu recherchieren. 600D ist nunmal eine Gewichtsangabe und ähnlich wie beim Metzger gilt hier leider das analoge Stammtischwissen "je mehr, desto gut" weshalb der 1000D Aldi Rucksack per Definition nicht schlechter sein darf als der Fjällräven Kajka.
Ein Oxymoron dieser Beweisführung ist, dass das 19,95 Munro aus 11833 SandFuck Stahl sehr wohl schlechter als das 119,95 KodijakBBQ aus eben jenem 11833 SandFuck Stahl sein darf. Warum? Weil es ein Munro ist. Und weil ... Baum! Einfach-nur-Baum!
Donnerstag, 22. August 2013
Häresie am goldenen Kalb!
Was dem KFZler der Ferrari, dem Gourmet das Kobe-Rind und dem Pferdefan der Lipizzaner, ist dem Outdoor und Campinganhänger das Messer. Für die einen ein Stück kalter, flacher Stahl, für den anderen ein Phallus-Symbol mit Schleifkerbe und Griffschalen!
Zu keinem anderen unbelebtem Objekt hat der (frei-) waldlaufende Naturfreund eine derart innige und leidenschaftliche, ja fast ins fanatisch-obsessive gehende, Beziehung. Vor dem Messer muss alles andere anstehen! Alles, aber wirklich alles, kann man notfalls negieren und / oder aus dem Baumarkt oder Discounter substituieren! Alles... Nur nicht das Messer nicht. Das geht ja gar nicht! Wo käme man(n) denn da hin? Das Tarp aus dem Baumarkt, der Rucksack vom Lebensmitteldiscounter und das Kochgeschirr aus Pressblech, alles vertretbar, alles valide, solange das Messer Vollblutstahl mit reinrassigen Stammbaum, der mindestens auf General Custers ersten Säbel zurück geht, ist! Der Griff aus edelstem Wurzelholz, auch wenns bei Muttis Küche nur für Linoleum-Laminat-Imitat reicht, die Scheide aus feinstem Elfenleder, müssen halt die alten Knobelbecher als Treter herhalten, denn die waren schließlich 19-hundert-Schiessmichtot, bei der Besteigung des kalten Buffets auch schon knorke! Der Schleifstein mit Diamanten(staub), da lässt sich der Aspirant auf den Jim-Bridger-Gedächtnis-Preis nicht lumpen, der Ferrari wird schließlich auch nicht mit schnödem Klopapier poliert!
Ähnlich des Bürgers meist gekauften Phallus-Symbols, des KFZ Boliden, welcher selten eine Rennstrecke sondern vielmehr die Parkplätze schnöder Republik-Vororte sowie die Bundesstrasse 47/11 zum Diskoschwoof zu Gesichte bekommt, findet sich des Steppentänzers größtes Pläsier im Alltag mit eher trivialen Herausforderungen konfrontiert. So wird das Prunkstück an den 19,95 "Assault Pack" geschnallt und tapfer durch bundes-deutsche Wälder und die Bushcraftszene getragen werden, wo es Aldi-Formfleisch Steaks auf Papptellern zerteilen und Erbswurst Pakete öffnen muss, dass es eine Freude ist. Und wenn deren Inhalt dann in das 5 EUR Alu Pressblechgeschirr wandert um auf der, rüde mit dem Brieföffner ("Mit MEINEM Messer stanzen? Ich fahr doch auch keine Gülle mit dem Ferrari aus!?"), modifizierten Hundefutterdose erwärmt wird, schließt sich letztendlich der Kreis.
Wie gut dass man(n) ein Qualitätsmesser hat!
Sonntag, 15. Januar 2012
Gimme options
Samstag, 31. Dezember 2011
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Weniger ist mehr
Finde ich eine interessante Entwicklung.
Waldfuchs Kinderrucksack
Eine schöne Ausnahme hierzu ist, meiner Meinung nach, der Waldfuchs von DEUTER. In unserem Fall hat das Christkind den Rucksack meinem Sohn gebracht. Er ist in froschgrün / oliv gehalten und schön leicht.
Das Hauptfach hat 2 Unterteilungen und wird mit einem Schnürzug geschlossen. Eine SIGG Flasche, eine Jacke, Vesperbox und Kleinkram passen auf jeden Fall rein. Die Seitentaschen sind klasse für Schal, Handschuhe oder gefundene Schätze. Die Fronttasche wäre auch perfekt für eine SIGG oder kleine PET Flasche. Beim Rückenfach hat sich Deuter wohl beim BW Rucksack inspirieren lassen, das Rückenpolster ist aus Evazote Schaum und als Sitzunterlage herausnehmbar. Richtig klasse sind die Fastex Verschlüsse, diese sind hochwertiger als bei manchem Erwachsenen-Produkt und wirklich "kinderleicht" zu bedienen.
Ich muss sagen, ich bereue die 29 "Sterntaler" fürs Christkind nicht, einzig meinem Sohn zu überreden nicht mit dem Rucksack ins Bett zugehen war grenzwertig.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Das Ecotat
Samstag, 3. Dezember 2011
Review: Vargo Hexagon Titan Holzofen
Ich verwende den Kocher hauptsächlich mit dem Spiritusbrenner, aber gerade die Option ihn auch "on-site" beheizen zu können, macht ihn schon sehr attraktiv für mich. Ob der heftige Anschaffungspreis es wert ist, muss jeder mit seinem Geldbeutel ausmachen.
Fakten:
- Bauart: Standkocher
- Brennstoffart: Mehrstoffbrenner
- Gewicht: 116 g
- Maße: Durchmesser: 12,7 cm (unten), 7,6 cm (oben), Höhe: 10 cm








